Workshops

Phase 1; 11.30 - 13.30 Uhr
Nr.1 - Wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen als Betroffene von rechter Gewalt
Nr.2 - Was heisst Antifa?
Nr.3 - Aktuelle Situation von Migrant_innen in Suhl
Nr.4 - Kriminalisierung zivilgesellschaftlichen antifaschistischen Engagements
Nr.5 - "Was hat der Nationalsozialismus mit Kapitalismus zu tun und was nicht?"
Nr.6 - "Die Lebendige Bibliothek" - Vorstellung und Diskussion einer Methode

Phase1 & Phase 2; 11.30 - 13.30, 15.00 - 17.00 Uhr
Nr.7 - Diskriminierung im Betrieb
Nr.8 - Suhl im antifaschistischen Widerstand 1933 - 1945

Phase2; 15.00 - 17.00 UHR
Nr.9 - Alternative für Deutschland (AfD) Rechtspopulismus und Rechte Euro-Rebellion
Nr.10 - Ziviler Ungehorsam und Solidarität gegen Isolation und politische Verfolgung von Flüchtlingen
Nr.11 - Schule und politische Bildung
Nr.12 - Anthroposophie als Weltbild - Herkunft, Ideologie und praktische Umsetzung
Nr.13 - Wie weiter nach dem NSU-Prozess?
Nr.14 - Antizionismus und Volksstaat - Der Fetisch der Souveränität und der Haß auf den "Unstaat" Israel
Nr.15 - Widerstand statt autoritäre Krisenbewältigung
Nr.16 - Kritik der "Deutschen Burschenschaft"

Phase 1; 11.30 - 13.30 Uhr

Nr.1: Wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen als Betroffene von rechter Gewalt

Referent_innen: Jürgen Wollmann
In der öffentlichen Wahrnehmung sind wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen kaum ein Thema - allenfalls werden sie als Störer der öffentlichen Ordnung und Sicherheit wahrgenommen.
Diese mangelnde Aufmerksamkeit und Solidarität führt häufig zu einer Nichtbeachtung der Gewalttaten gegen Obdachlose und der dahinter ste henden Motive. Häufig wird das rechte - also sozialdarwinistische Motiv - bei Gewalt bis hin zum Mord an wohnungslosen und sozial benachteiligten Menschen gar nicht erkannt und thematisiert.
Der Workshop wird am Beispiel eines aus sozialdarwinistischen Motiven ermordeten Mannes aus Suhl gesellschaftliche Ursachen und Folgen sozialdarwinistischer Einstellungen erarbeiten, das rechte Feindbild und Propagandaobjekt "Obdachlose" analysieren und den Umgang von Strafverfolgungsbehörden mit Opfern und Tätern kritisch reflektieren.

Nr.2: Was heißt Antifa?

Referent_innen: Antifa Suhl/Zella-Mehlis
Antifaschismus beginnt nicht bei der Sitzblockade oder bei der Recherche über Nazis und ihre Strukturen. Dass sich Menschen vielerorts unter dem Label der Antifa zu Standortschützern aufschwingen oder die Antifa als Datensammler zum Zuträger der Staatsantifa wurde, ist ein Missstand, der mit unserem Verständnis von Antifaschismus nicht mehr zu vereinbaren ist.
Vielfach bleibt in den aktuellen Auseinandersetzungen mit der Naziproblematik das Verhältnis der bestehenden Gesellschaft und ihrer Ideologie zur Ideologie der Nazis ungeklärt oder man will partout nicht wahrhaben, dass die Nazis ein notwendiges Produkt der bestehenden Gesellschaft sind. Die Antifa, in unserem Verständnis, versteht die bürgerliche Gesellschaft nicht als Antipoden des Faschismus, sondern als die Bedingung seiner Möglichkeit. Das heißt mithin, dass im Ernstfall erstere gegen letzteres zu verteidigen ist. Solange aber keine faschistische Machtübernahme ins Haus steht, kann es der Antifa nicht darum gehen, die bestehende Demokratie oder die Menschenrechte zu verteidigen, weil Demokratie und Menschenrechte vielmehr Ausdruck des herrschenden Verhältnisses sind als widerständige Potentiale gegen es. Der Antifa muss es um die Stärkung kritischen, also radikal aufklärerischen Bewusstseins sowie um theoretisch zu begründende praktische Interventionen gegen die menschenfeindliche kapitalistische Gesellschaftsordnung gehen. In unserem Vortrag mit anschließender Diskussion wollen wir über die Voraussetzungen und Möglichkeiten solcher Praxis diskutieren.

Nr.3: Aktuelle Situation von Migrant_innen in Suhl

Referent_innen: Adelino Massuvira Joao und Martin Herzfeld
Aus sehr verschiedenen Gründen leben Menschen in Suhl, die in anderen Ländern geboren sind. Sie sind schon vor Jahren als Flüchtlinge hergekommen und konnten bleiben, sie warten auf die Anerkennung ihres Asylantrags, sie sind als Spätaussiedler aus Russland gekommen oder ihre Angehörigen waren einmal Vertragsarbeiter in der DDR. Aber auch EU- Bürgern steht es frei den Wohnsitz nach Deutschland zu verlegen. Sehr unterschiedlich sind ihre Lebensgeschichten, sehr unterschiedlich ihre Erfahrungen, ob sie angenommen oder ausgegrenzt werden, ob sie rassistisch motivierte Ablehnung erfahren oder nicht. Der Workshop hat das Ziel, einige Menschen kennen zu lernen und über ihre Erfahrungen ins Gespräch zu kommen. .

Nr.4: Kriminalisierung zivilgesellschaftlichen antifaschistischen Engagements

Referent_innen: Katharina König und Lothar König, Moderation Ina Leukefeld
Antifaschistisches Engagement wird nicht immer in der Gesellschaft als lohnenswertes und zu würdigendes Ziel menschlichen Handelns bewertet. In aller Munde ist das Beispiel des Jenaer Antifaschisten und Pfarrers Lothar König, der mit fadenscheinigen Begründungen wegen schweren Landfriedensbruchs angeklagt wurde, weil er angeblich in Dresden bei einer Antinazidemo zu Gewalt gegen die Polizei aufgerufen haben soll. Auch seine Tochter Katharina, die für DIE LINKE im Thüringer Landtag sitzt und Mitglied im NSU -Untersuchungsausschuss ist, kann über diffizile Formen der Kriminalisierung antifaschistischen Engagements berichten. Wie viel Zivilcourage gehört dazu, seine politische Auffassung in dieser Frage öffentlich darzustellen, ja zu verteidigen? Warum gibt es Isolation und Diffamierung von Antifaschist_innen in der Gesellschaft und wie können wir dem begegnen?

Nr.5: "Was hat der Nationalsozialismus mit Kapitalismus zu tun und was nicht?"

Referent: Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken Thüringen
Immer wieder heißt es, dass eine Kritik an Nazis und dem Nationalsozialismus zugleich auch eine Kritik am Kapitalismus sein müsse, aber warum eigentlich genau? Was hat der Nationalsozialismus mit Kapitalismus und bürgerlicher Gesellschaft zu tun und ist der Nationalismus der Bürger der gleiche wie der Nationalismus der Nazis? Im Workshop soll ein genauer Blick auf den Nationalsozialismus und das Denken der Nazis geworfen werden, um eine Antwort auf die aufgeworfenen Fragen geben zu können.

"Nr.6: Die Lebendige Bibliothek" - Vorstellung und Diskussion einer Methode

Referent_in: NaturFreunde Jugend Thüringen
Wie in einer richtigen Bibliothek können sich Leserinnen und Leser für eine begrenzte Zeit Bücher ausleihen. Die Besonderheit: In einer "Lebendigen Bibliothek" sind auch die "Bücher" Menschen. Menschen, die aus verschiedenen Gründen häufig mit Stereotypen und Vorurteilen konfrontiert werden oder bereits Diskriminierungserfahrungen gemacht haben. Für die Leserinnen und Leser besteht eine niedrigschwellige Chance für Austausch, Fragen und Perspektivwechsel. Im Workshop werden Methode und Projekt vorgestellt sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen diskutiert, nach Möglichkeit wird ein "Buch" von seinen Erfahrungen berichten.

Phase1 & 2; 11.30 - 13.30 UHR, 15.00 - 17.00 UHR

Nr.7: Diskriminierung im Betrieb

Referent_innen: Georg Kühnelt
Diskriminierungen begegnen uns in allen Lebensbereichen. Wie definieren wir Rassismus, sexualisierte Übertretungen oder antimuslimische Einstellungen? Dem müssen wir überall Zivilcourage entgegensetzen. Was verstehen wir unter Zivilcourage? Das gilt auch für die Arbeitswelt und den Betrieb. Wie kann mit abwertenden Äußerungen im Betrieb umgegangen werden? Und wie beschäftigen wir uns mit Betriebspolitik und Menschenechten? Wie finden sich Verbündete im Betrieb? Diese hier gestellten und weitere Fragen diskutieren wir im Workshop und entwickeln gemeinsam Handlungsansätze. Denn: Zivilcourage bedeutet, aufmerksam und aktiv zu sein!

Nr.8: Suhl im antifaschistischen Widerstand 1933 - 1945

Referent_innen: Elke Pudzuhn, TVVN/Bda
Aus der Geschichte lernen bedeutet, man muss die Geschichte kennen. Neue Forschungsergebnisse und zahlreiche neu erschlossene Zeitzeugnisse liegen zu 29 Lebensbildern und 229 Biogrammen, der stillen Helden des antifaschistischen Widerstandes im Suhler Raum zwischen 1933 und 1945, vor. Ebenso Dokumente zu Verfolgung und Widerstand. Mit ihnen soll sich dieser Workshop beschäftigen.

Phase 2; 15.00 - 17.00 Uhr

Nr.9: Alternative für Deutschland (AfD) Rechtspopulismus und Rechte Euro-Rebellion

Referent_innen: Andreas Kemper
Mit ihrem dürftigen Wahlprogramm tritt die Alternative für Deutschland nach außen als Einpunktbewegung gegen die Euro-Politik der Bundesregierung an. Doch deren Volkswirtschaftsprofessoren hatten bereits 2005 nach den Hartz-IV-Gesetzen weitere Einschnitte ins soziale Netz gefordert, zusammen mit dem rechtskonservativen Netzwerk Zivile Koalition/ BürgerKonvent fordern sie unternehmergerechte "Reformen der politischen Entscheidungsstruktur". Auch in der Bildungs-, Familien- und Einwanderungspolitik scheinen sie sozial ausgrenzende Positionen zu beziehen. Der Workshop möchte die Positionen der AfD kritisch beleuchten und Argumente gegen deren Ziel einer sozialselektiven Demokratie an die Hand geben.

Nr.10: Ziviler Ungehorsam und Solidarität gegen Isolation und politische Verfolgung von Flüchtlingen

Referent_innen: The Voice (Miloud)
Das Lager in Zella-Mehlis wurde zugunsten dezentraler Unterbringung ge schlossen, mehrere Anträge auf Erzwingungshaft gegen Miloud L. Cherif von der Ausländerbehörde sind zurückgezogen und die Residenzpflicht mittlerweile auf ganz Thüringen ausgeweitet. Weiterhin gibt es aber knapp 20 Lager in Thüringen, bis auf vereinzelte Interventionen wie die der Roma-Community läuft die Abschiebemaschinerie weitgehend ungestört und in isolierten Orten wie Gerstungen gibt es mittlerweile zwei Todesfälle von Flüchtlingen, deren Umstände unaufgeklärt bleiben. Miloud L. Cherif von The VOICE Refugee Forum gibt einen Überblick über die Erfahrungen der letzten Jahre im Kampf gegen Residenzpflicht, Lager und Abschiebungen und stellt die Frage zur Debatte, welche Aktionsformen und Bündniskons tellationen die angemessenste Antwort auf die spezifische Repression ge- gen Asylsuchende und Geduldete darstellen.

Nr.11: Schule und politische Bildung

Referent_innen: Teamende des Netzwerk Demokratie und Courage
Der Lern- und Lebensort Schule ist eine der wichtigsten Sozialisationsinstanzen für Menschen im europäischen Raum. Das Netzwerk für Demokratie und Courage setzt Projekttage zur Aufklärung gegen Rassismus, Sexismus und weiteren Diskriminierungsformen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen um. Im Workshop soll sich unter anderem der Lehrplan der allgemeinbildenden Schulen angeschaut werden, um nach Indizien für Lerninhalte gegen Rassismus und andere menschenverachtende Ideologien zu suchen. Des Weiteren wird darüber diskutiert, inwiefern Schule ein diverses Miteinander gestalten kann und verantwortlich für die politische Bildung von Schüler_innen ist bzw. sein sollte.

Nr.12: Anthroposophie als Weltbild - Herkunft, Ideologie und praktische Umsetzung

Referent_innen: Uwe Flurschütz
Die anthroposophische Weltanschauung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner entwickelt, der bis heute deren Leitfigur darstellt. Trotzdem anthroposophische Lehren und Praxen teilweise positive Ergebnisse zeigen, ist eine kritische Betrachtung angebracht, ist doch das Werk Steiners durchzogen von rassistischen und antisemitischen Vorstellungen. Zu fragen ist, welche Rolle diese in der aktuellen Anthroposophie spielen. In der Veranstaltung werden die historischen Grundlagen und die Entstehungsgeschichte der Anthroposophie dargestellt. Außerdem geht es um den anthroposophischen Erkenntnisweg und das dahinterstehende Weltbild.

Nr.13: Wie weiter nach dem NSU-Prozess?

Referent_innen: Katharina König (Thüringer Ausschuss) und Iris Gleicke (Ausschuss Bundesebene)
Der Deutsche Bundestag setzte auf Antrag aller fünf Fraktionen am 26.Januar 2012 einen Untersuchungs- ausschuss zur Aufarbeitung des NSU-Terrors ein, dem zwischen 2000 und 2007 deutschlandweit neun auslän- dische Kleinunternehmer sowie eine Polizistin zum Opfer gefallen waren.
Die Mitglieder der NSU-Untersuchungsauschüsse im Bundestag Iris Gleicke und Katharina König im Thüringer Landtag berichten und diskutieren. Der Fokus liegt dabei auf der Fragestellung, wie die Kapitalverbrechen der Terrorgruppe jahrelang unerkannt bleiben konnten und deren Ausbreitung durch staatl. Einrichtungen (gewollt oder ungewollt) befördert werden konnte.
Der Thüringer Verfassungsschutz behinderte die Ermittlungen nach dem abgetauchten Trio maßgeblich.
Welche Schlussfolgerungen wurden und werden aus der Aufarbeitung gezogen für Struktur, Zusammenarbeit, Befugnisse und Qualifizierung der Ermittlungsbehörden und der Sicherheitsarchitektur insgesamt?

Nr.14: Antizionismus und Volksstaat - Der Fetisch der Souveränität und der Haß auf den "Unstaat" Israel

Referent_innen: Joachim Bruhn (ISF Freiburg)
Woher kommt das notorisch gute Gewissen der "Linken" in ihrer Agitation gegen Israel? Wie funktioniert der Antisemitismus der sog. "legitimen Israel-Kritik"? Warum zeugt die feinsinnige Unterscheidung von Antisemitismus und Antizionismus vom Weißwaschen des deutschen Staatsfetischismus?
Der Wahn vom Volkssouverän ist, wie immer im einzelnen ausbuchstabiert und ausagiert, die synthetische Ideologie der restlos kapitalisierten Gesellschaft, d.h. das zwar vollendet idiotische, aber desto lieber geglaubte und aggressiv bezeugte Ideologem, das die Linkspartei, Günter Grass und die NPD verbindet. Im Wettstreit um die je subjektive Interpretation und sodann politische Okkupation dieses Begriffs vollzieht sich die objektive Reproduktion der deutschen Souveränität so, wie sie in der fraktionsübergreifenden, natürlich völkerrechtlich fundierten Verurteilung Israels durch den Bundestag im Mai 2010 sich aussprach, und dies ist zugleich der Grund dafür, daß, wenn vom "Schurkenstaat" Israel die Rede ist, gar nicht mehr unterschieden werden kann, wer spricht, und daß es einerlei ist, ob die Agitation gegen das jüdische "Staatsgebilde" und gegen diesen "Staat aus der Retorte" von sozialdemokratisierten Stalinisten oder gleich von zwangsparlamentarisierten Nazis ausgeht. Denn daß, wie das Grundgesetz der BRD sagt, alle Macht vom Volk ausgeht, dieser manische Staats-fetischismus ist es, der, wie das Idiotem vom Geld, das endlich wieder dem Volk und der sog. Realwirtschaft zu dienen habe, die antagonistische Gesellschaft fraktionsübergreifend zusammenschweißt, der es macht, daß Herr und Knecht, daß Lohnarbeit und Kapital in der Aversion gegen die Juden zur Volksfront im Volksstaat zusammenfinden. Daß die Antizionisten Israel so als "Unstaat", als "Gegenstaat" und "teuflische Abstraktion" aburteilen wie die Antisemiten die Juden als "Gegenrasse" anprangern, das liegt, betrachtet man die Linksdeutschen, insbesondere daran, daß die marxsche "Kritik der politischen Ökonomie" nicht zugleich als Kritik der Souveränität des Kapitals entwickelt wurde, daß von Anfang an vielmehr ein Staatlichkeitswahn einriß, der, von Ferdinand Lassalles Agitation für den Staat als die "große Assoziation und Produktivgenossenschaft des arbeitenden Volkes" über das Programm der KPdSU in Sachen "Staat des ganzen Volkes" bis hin zum "Erfurter Programm" der Linkspartei sich aufplustert. Der Vortrag will insbesondere darstellen, wie dieses Unglück, das sodann die Juden und ihr Staat erleiden müssen, sich fugendicht vollendete, als die Kommunistische Internationale das Idiotem vom Volksstaat noch um das "Recht der Völker auf nationale Selbstbestimmung" erweiterte (was Rosa Luxemburg "kleinbürgerlichen Humbug" nannte) und zum "Djihad gegen das Kapital" aufrief.
Es spricht Joachim Bruhn (Freiburg), Co-Autor von Initiative Sozialistisches Forum, "Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten. Israel und die linksdeutsche Ideologie" sowie "Das Konzept Materialismus" (ça ira-Verlag); siehe www.isf-freiburg.org.

Nr.15: Widerstand statt autoritäre Krisenbewältigung

Referent_innen: Infoladen Sabotnik
In der Krise galoppieren autoritäre Lösungsstrategien. So wurden die Krisenkosten in Deutschland schon im Vorfeld v.A. durch Sozialabbau nach unten verteilt. Im europäischen Rahmen wird derzeit durchexerziert, was hierzulande schon Realität ist: eine rigide Sparpolitik, die für die Menschen im europäischen Süden desaströse Folgen hat. Anders als in Spanien, Portugal und Griechenland bleibt der Widerstand in Deutschland weitgehend aus. Wir wollen die Idee zur Diskussion stellen, im Winter 2013 einen Generalstreik in Spanien oder Griechenland durch dezentrale Aktionen zu unterstützen. Ein Vorbereitungsnetzwerk besteht bereits, die Frage ist: Wie können wir uns in Thüringen beteiligen?

Nr.16: Kritik der "Deutschen Burschenschaft"

Referent_innen: Bündnis gegen den Burschentag in Eisenach
Die Deutsche Burschenschaft ist auf der einen Seite Teil der politischen Kontinuität innerhalb der deutschen Gesellschaft.
Auf der anderen Seite versucht sie in aktuelle politische Debatten zu intervenieren und eine Deutungshoheit in gesellschaftlichen Konflikten zu erlangen. Wie das Elitedenken der Deutschen Burschenschaft mit ihrem sexistischen Weltbild zusammenhängt, wie ihr Bezug zur EU und zum Euro ist und was das mit ihrem völkischen Nationalismus zu tun hat, thematisiert der Vortrag des Bündnis gegen Burschentage in Eisenach.